Keine hoffnungslosen Fälle
2. Februar 2010 Tankstelle
„Die Hand des Herrn kam über mich, und der Herr führte mich im Geist hinaus und ließ mich nieder mitten auf der Ebene, und diese war voller Totengebeine. … Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe sie sprechen: Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren; es ist aus mit uns! Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Siehe ich will eure Gräber öffnen und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufbringen, und ich will euch wieder in das Land Israel bringen; und ihr sollt erkennen, dass ich der Herr bin …“
Hesekiel 37,1.11-13
Das muss ein erschreckendes Bild gewesen sein, dem sich der Prophet plötzlich gegenübersah: Eine weite Ebene, voller menschlicher Knochen. Keine Leichen waren da zu sehen oder wohl geordnete Skelette, sondern verstreut über die ganze Ebene. Hier ein menschlicher Schädel, da ein Schienbein oder ein Schenkelknochen und dazwischen einzelne Zähne, Wirbel und Fingerknochen. Ein Bild des Grauens, der Zerstörung, des absoluten Todes. Keiner würde hier um Gesundheit für die ehemaligen Menschen bitten oder auf eine Auferweckung des Verstorbenen hoffen.
Aber sie vergaßen Gott
Mit diesem Bild des endgültigen Todes vergleicht Gott den Zustand seines Volkes Israel. Ihnen war Gott gleichgültig geworden. Sie wollten leben, feiern und ihre religiösen Bedürfnisse stillen, wie alle anderen Menschen in ihrer Umgebung auch. Die Israeliten verhielten sich nicht außergewöhnlich unmoralisch oder gottlos. Sie gingen einfach ihren alltäglichen Beschäftigungen nach, bauten ihre Häuser, ärgerten sich bei ihrer Arbeit, sparten etwas Geld für die Zukunft, hofften auf ein langes und gesundes Leben und feierten ab und zu. Die Regierenden bemühten sich die Steuern zu erhöhen, die notwendigen Kriege zur Sicherung des Friedens oder zur Mehrung des Wohlstandes zu führen, sie sonnten sich in ihrer echten oder vermeintlichen Bedeutung – wie alle anderen Bürger und Herrscher ihrer Umgebung auch. Aber sie vergaßen Gott, fanden in ihrem Alltag keine letzte Erfüllung und scheiterten letztlich an zu selbstsicheren politischen Spielchen. Israel wurde besetzt und geplündert, die Eroberer nahmen sich das beste Land und deportierten einen Teil der Bevölkerung. Jahrzehnte vergingen und längst bestand keine Aussicht mehr als eigenständiges Volk erhalten zu bleiben oder gar wieder einen eigenen Staat zu bekommen. Viele hatten sich damit abgefunden, waren ganz mit ihrer Umwelt verschmolzen, wie Babylonier, Perser, Moabiter oder Syrer geworden. Nur einige wenige trauerten der Geschichte ihrer Vorfahren mit Gott nach. - Doch glichen diese Wenigen den verstreuten Knochen auf dem Feld. Umso überraschender musste sich das Versprechen Gottes anhören, das er dem Propheten Hesekiel gab (572 v.Chr.). Er, Gott, kündigte das Undenkbare an: Gegen alle vernünftigen Prognosen sollte Israel als Volk überleben, sogar wieder als Volk in einem eigenen Land leben.
Ständiger Wechsel von Rückkehr und Abkehr
Gott hielt sein Versprechen. Unter Esra und Nehemia konnten viele Israeliten in ihre Heimat zurückreisen und schließlich sogar Jerusalem und den Tempel wieder aufbauen. Bis eine erneute Abkehr von Gott, eine neue Oberflächlichkeit und selbstgefälliges politisches Taktieren zur erneuten Zerstörung des Tempels und der Heiligen Stadt führte (Mt 24). Doch hielt Gott auch diesmal an seiner Zusage fest und ermöglichte nach rund 2000 Jahren die erneute Gründung des Staates Israel (1948). Noch um 1900 hatte es kein Politiker und wahrscheinlich auch kaum ein Jude für möglich gehalten, dass in wenigen Jahren erneut ein Staat Israel an altem Ort existieren würde. Gott hielt sein Versprechen, dass er Hesekiel gab aus Liebe zu seinem Volk. Gott ist in der Lage selbst aus absolut Totem wieder etwas Lebendiges entstehen zu lassen - damals wie heute.
Gott schafft die Kehrtwende!
Mancher kennt solche Phasen, in denen er sich tot fühlt, geistlich, körperlich oder psychisch. Gott kann auch in wirklich aussichtslosen Situationen eine vollkommene Kehrwende erreichen. Gott kann aus einen verfahren und totem Leben ein erfüllendes, lohnendes Leben machen, natürlich zu seinen Konditionen und in seinem Zeitplan. Aber auch hier gilt, dass Gott spätestens früh genug eingreift.
Aber viele wollen nur das Leben genießen
Mancher hat sein Leben selber auf dem Gewissen, hat sich nie oder nur aus Verpflichtung oder zur seelischen Entspannung mit Gott beschäftigt. Daneben führen viele kein schlechtes Leben, aber eben auch keines wie Gott es für die Menschen vorgesehen hat. Viele wollen nur das Leben genießen, etwas aus sich machen, Spaß haben. Und dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden. Doch ein solches Leben kann keine Erfüllung bringen, weil es nur auf sich und den eigenen Freundeskreis, auf die eigene Gesundheit und den eigenen Wohlstand ausgerichtet ist. Früher oder später machen sich Frustration und eine innere Lehre Luft. Alles scheint hohl und schließlich tot. Gott kann hier echtes Leben entstehen lassen, wenn ein Mensch beginnt Gott zu vertrauen, ihm sein Versagen bekennt, sein Leben mit Gott zu planen und zu besprechen, Gottes Werte und Prioritäten zu übernehmen.
Doch Gott kann Neues schaffen!
Mancher Christ hat frustriert seine Gemeinde abgeschrieben. Scheinbar läuft da nichts mehr. Jeder kümmert sich nur um sich und seinen kleinen Freundeskreis. Viele verlassen die Gemeinde, weil sie nichts mehr erwarten und oftmals auch nichts mehr bekommen, was ein Bleiben rechtfertigen würde. Christen leben wie alle anderen Durchschnittsbürger auch: Sie versuchen viel aus ihrem Leben zu machen, ihren alltäglichen Spaß zu organisieren, ihren materiellen Vorteil zu sichern. Ihre Ehen scheitern ebensohäufig wie die ihrer unfommen Zeitgenossen, von Medien und Werbung lassen sie sich genauso sagen was in ist, was angezogen und geglaubt werden soll. Da beschleicht manchen die Befürchtung, diese Gemeinden sind tot, nur noch Totengeleine, ein paar Knochen erinnern an frühere glaubensvollere Zeiten, wo Menschen ihr Glaube noch wirklich wichtig war. Auch in solchen Situationen kann Gott neues Leben schaffen, echtes Leben, keine Versuche der Selbst-Wiederbelebung durch mehr Feiern, Meditieren oder mehr Druck. Gott hat das in Deutschland schon mehrfach bewiesen. In gottvergessenen und gottlosen Zeiten. Nach dem 30jährigen Krieg, nach Zerstörung, Rücksichtslosigkeit und Kirchenmüdigkeit erweckte Gott im Pietismus neue Gemeinden, die ganz Deutschland und das Leben zahlloser Menschen veränderten. Nach Beginn der industriellen Revolution, nach Landflucht und massenhaftem Sterben in den neuen Großstädten organisierte Gott die Erweckungsbewegung in der Hunderttausende Hoffnung, Neuausrichtung und Sinn fanden. Tausende von lebendigen und glaubwürdigen Gemeinden entstanden. Gott kann aus scheinbar totem etwas wirklich Lebendiges entstehen lassen.
Michael Kotsch
Schlank werden mit Gottes-Diät
25. September 2009 Allgemein
(AG WELT) Die Ausgaben für Gesundheit sind im Jahr 2007 in Deutschland um knapp acht Milliarden Euro gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, betrugen sie 252,8 Milliarden Euro. Das waren 7,8 Milliarden Euro oder 3,2 Prozent mehr als 2006. Die Ausgaben entsprachen 10,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und beliefen sich auf gut 3070 Euro je Einwohner.
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Es ist richtig: Zu viele Menschen leiden an Übergewicht und “Fresssucht” und die meisten sehnen sich danach, die überflüssigen Pfunde loszuwerden nach dem Motto: “Koste es was es wolle. Allein mir fehlt der Glaube.” Das Geld scheint dabei oft weniger das Problem zu sein. Mit dem Glauben ist es
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Der ewige Streit um den Sühnetod Christi
26. März 2009 Allgemein
Ist Jesus Christus „für uns“ in den Tod gegangen? Können Christen das heute noch glauben und öffentlich bekennen oder muss der Tod Jesu am Kreuz anders gedeutet werden?
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat bereits im März 2008 in einer theologischen Stellungnahme die Deutung des Todes Jesu Christi als Sühnopfer für die Menschen bekräftigt. In einem Atemzug aber weist sie auf die “Vielfalt der Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament” hin. Anlass für die kirchliche Positionsbeschreibung war eine Diskussion in einer Gemeinde in Oberursel. Die dortige Pfarrerin (heutige Dekanin von Offenbach), ist der Ansicht, über den Sühnetod Jesu müsse neu nachgedacht werden. Auch der Theologieprofessor Klaus-Peter Jörns hat in seinem Buch „Notwendige Abschiede“ gefordert, die Kirche müsse von unverständlichen oder lebensfeindlichen Lehren Abstand nehmen. Den kompletten Artikel aufrufen »
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